Messaging Marketing

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Aufgrund der stetig steigenden Nutzung von sozialen Netzwerken und Chat-Apps auf mobilen Geräten liegt es klar auf der Hand welche Marketing-Sparte sich in den kommenden Jahren für Marketeers der ganzen Welt erschließen wird. Doch welche konkrete Idee besteht bereits für die Umsetzung des Messaging Marketing und welche Firmen möchten von Beginn an in dieser neuen Marketing-Sparte aktiv werden?

 

Messaging Marketing

Der mobile Kommunikations-Markt wächst nun schon seit einigen Jahren rasant und stetig an. Allein die Chat-App Whatsapp hat laut eigenen Angaben nun über 800 Millionen aktive Nutzer im Monat. Bereits im April 2014 wurden täglich weit über 20 Milliarden Nachrichten weltweit über WhatsApp versendet. Wenn man bedenkt dass weitere Apps wie WeChat oder Line, mit jeweils geschätzten 480 Millionen Nutzern ebenfalls einen unverkennbaren Marktanteil einnehmen, dann wird das Ausmaß dieser Chat-App-Epidemie erst richtig klar. Daher scheint es nicht verwunderlich, dass die Marketeers etlicher Firmen in dieser, noch relativ jungen Branche Umsatz eintreiben möchten. Das Mobile Advertising, welches gezielt an der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen auf Smartphones, Tablets oder Phabelts ansetzt könnte nun um eine weitere Kategorie, des Messaging Marketing erweitert werden. Namhafte Firmen wie Oreo, Mentos oder Burger King wollen nun die Idee der Vermarktung von Marken, Produkten oder Dienstleistungen in den Nachrichten der Whatsapp-, WeChat-, Line-, Skype- oder Facebook Messenger-Nutzer vorantreiben.

Branded Emojis – Der Einstieg ins Messaging Marketing

Da die Möglichkeiten einer diskreten und seriösen Vermarktung von Produkten in diesen Apps noch sehr begrenzt sind gibt es aktuell wenig Visionen, die von den Unternehmen in dieser Hinsicht verfolgt werden können. Eine der ersten Kampagnen im Messaging Marketing wurde vom Unternehmen Mondelez mit dem Produkt der Oreo-Kekse realisiert. In dieser Kampagne wurden Emojis, die kleinen bekannten Smilies und Grafiken in den aktuellen Chat-Apps für die Vermarktung der Oreos auf den Smartphones der WeChat-Nutzer in Asien an die Oreos angepasst und implementiert. Laut eigenen Angaben seien so über den gesamten Testzeitraum über 99 Millionen Emojis generiert worden, womit eine solche Kampagne als klarer Erfolg aus Marketing-Sicht gewertet werden kann.

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Ein klarer Vorteil dieser Emojis ist, dass diese von Nutzern nicht als offensichtliche Werbung wahrgenommen werden bzw. von diesen selbst genutzt werden und damit lediglich indirekt Werbung betrieben wird. Die Nutzer dieser Apps sollen sich von den werbenden Firmen und Unternehmen in keinsterweise in solch häufig und vor allem für meist äußerst private Angelegenheiten genutzte Apps belästigt fühlen. Dies ist vermutlich einer der Hauptgründe weshalb die großen und bekannten Namen der Chat-App-Branche noch keine weiteren Möglichkeiten des Messaging Marketing möglich gemacht haben. Emoji-Kampagnen könnten aufgrund ihrer Diskretion aber in den kommenden Jahren auch in anderen Apps wie Whatsapp oder Skype verwendet werden. Die Frage ist allerdings, ob solche Kampagnen auch für mittelständige Unternehmen bezahlbar wären, da gerade Whatsapp oder Skype die Anzahl solcher Werbespots wohl, wenn überhaupt angeboten stark begrenzen wird.

Weiterhin bleibt fraglich ob vor allem WhatsApp in dieser Hinsicht überhaupt Möglichkeiten des Brandings anbieten möchte. Über Umwege und der Nutzung von alternativen Tastatur-Apps wie Snaps , in denen die gebrandeten Emojis platziert werden wurden in der Vergangenheit schon für Firmen wie beispielsweise Burger King gebrandete Emojis erstellt und in den alternativen Tastaturen platziert. Die Nutzerkomfortabilität bleibt über einen solchen Umweg natürlich auf der Strecke, da der Nutzer zunächst gezwungen ist diese alternative Tastatur-App zu installieren und zu konfigurieren.

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Weshalb ein Erfolg des Messaging Marketing noch auf sich warten lässt

Wie bereits angesprochen fürchten gerade namhafte Chat-Dienstleister wie Whatsapp oder Skype um einen Verlust von Nutzern, die sich von offensichtlicher Werbung in ihren Apps belästigt fühlen könnten. Der Nutzerkomfort sollte gerade in solchen Apps nicht eingeschränkt werden. Da aber gerade die Emojis sich an vielen Stellen als äußerst nützlich oder auch unterhaltsam für die Nutzer herausstellen könnten wäre ein Einrücken von Whatsapp besonders im Bezug zu Emoji-Kampagnen nicht mit negativen Aspekten behaftet. Da vorallem die Nutzung gesonderter Tastaturen wie Snaps für die Masse der Nutzer zu aufwändig ist, wird wohl auch auf diese Weise kein großer Erfolg der Emoji-Kampagnen zu erwarten sein, auch wenn laut eigenen Angaben des Unternehmens Snaps schon einige Anfragen namhafter Firmen auf dem Tisch liegen sollen.

In naher Zukunft könnte durch den Facebook Messenger, welcher mit über 500 Millionen Nutzern nah an der Nutzergrenze von WhatsApp liegt nun aber eine profitable und einheitliche Lösung für Emoji-Kampagnen geschaffen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt können Nutzer dort Sticker an ihre Kontakte versenden, womit bereits in der Vergangenheit Marken oder Filme inoffiziell gebrandet wurden. Zwar sucht Facebook offiziell keine Partnerschaften bezüglich einer Emoji-Kampagne, durch die Öffnung der Plattform für externe Entwickler werden nun aber Drittanbietern ander Umsetzung arbeiten und somit die Tore für gezielte Emoji-Kampagnen öffnen. Es bleibt abzuwarten wie Facebook in dieser Hinsicht reagieren wird und ob weitere Messaging-Strategien sich in den nächsten Jahren entwickeln werden.

Fazit zum Messaging Marketing

Zum aktuellen Standpunkt kann nur festgehalten werden, dass es zwar Ideen seitens der Marketeers, wie die genannten Emoji-Kampagnen gibt, die Umsetzung dieser aber von den Chat-App-Entwicklern mehr oder weniger unterbunden werden. Über Drittanbieter-Apps wie Snaps können Nutzer bereits auf alternative Tastaturen zurückgreifen, mit deren Hilfe gebrandete Emojis in die Chats integriert werden können. Da dies für den Großteil der Nutzer aber zu umständlich ist, dürfte über diese Option kein großartiger Erfolg für die Emoji-Kampagnen zu erwarten sein. Ob mit Hilfe des Facebook Messengers und der Öffnung der Plattform für Entwickler nun aber über diesen Weg ein möglicher Erfolg der Emoji-Kampagnen zu erwarten ist steht wohl vorerst in den Sternen. Auch im weiteren dürften wohl vorerst keine weiteren Umsetzungs-Ideen im Messaging-Marketing in unsere Chats einkehren. Es bleibt abzuwarten wie sich die Thematik des Messaging Marketing in den kommenden Jahren noch weiter entwickeln wird. Sofern sich etwas in diesem Gebiet tut werden wir Sie von der creative workline GmbH selbstverständlich darüber informieren. Gerne stehen wir Ihnen aber auch zu anderen Fragestellungen und der Beratung und Umsetzung einer eigenen App Entwicklung und Vermarktung zur Seite.

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